Referenten

Hans-Peter Metzler

„Die Zukunft wird verstärkt Debatten um Raumplanung, Urbanisierung, Architektur und Naturschutz bringen. Neue Gedankenmodelle sind zu entwickeln – unter der Anteilnahme aller. Und dabei muss das Gemeinsame in den Vordergrund gestellt werden – nicht das Trennende –, um eine Mitte finden zu können, welche die Interessen der Wirtschaft und damit der Gesellschaft entsprechend berücksichtigt.”

Hans Peter Metzler übernahm bereits mit 19 Jahren nach dem Tod seines Vaters die Führung des Romantik Hotel „Das Schiff“ in Hittisau. 2010 wurde er Obmann der Sparte Tourismus. Meilensteine seiner Obmannschaft sind die Entwicklung der Tourismusstrategie 2020 und das neue Ausbildungskonzept für Hotellerie und Gastronomie. Seit Oktober 2016  ist Metzler Obmann des Vorarlberger Wirtschaftsbundes. Im November 2016 wurde er zum Präsidenten der Wirtschaftskammer Vorarlberg gewählt.

Prof. Dr. Frank Brettschneider

„Die systematische Planung der Kommunikation muss ein fester Bestandteil des Projektmanagements sein.“

Prof. Dr. Frank Brettschneider ist seit April 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Kommunikation bei Bau- und Infrastrukturprojekten, die Verständlichkeitsforschung, die Politische Kommunikation und das Kommunikationsmanagement. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher Bücher, wie z.B. “Stuttgart 21 – Ein Großprojekt zwischen Protest und Akzeptanz”

Ulrich Arndt

“Wir brauchen informelle Beteiligung, um die hidden agenda, die wahren Beweggründe der Menschen zu erfahren. Mediative Ansätze helfen deshalb bei der Bürgerbeteiligung. Wenn wir nur rechtliche Vorgaben abfragen, beteiligen wir an den Bedürfnissen vorbei.“

Ulrich Arndt ist seit 2012 bei der Stabstelle der Staatsrätin Gisela Erler für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung des Staatsministeriums Baden-Württemberg tätig, welche er seit 2015 leitet.

 

DI Martin Gradnitzer

„Für hochrangige Infrastrukturen wird eine Zeitspanne von mindestens 20 Jahren von der Projektidee bis zur Inbetriebnahme benötigt. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, dass die Bevölkerung in alle Projektphasen eingebunden wird.“

DI Martin Gradnitzer ist für die Umsetzung der Investitionsprojekte der ÖBB-Infrastruktur AG in Tirol und Vorarlberg zuständig. Seit 1998 ist er auch an der Planung und dem Bau der Zulaufstrecke-Nord zum Brennerbasistunnel beteiligt. Derzeit liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten bei der Trassenauswahl bzw. Planung der Zulaufstrecke östlich von Radfeld.

Dr. Joachim Heinzl

“Das Wirtschaftswachstum der Region Vorarlberg liegt deutlich über jenem vergleichbarer Regionen. Federführend verantwortlich für diese Dynamik ist eine innovative und exportstarke Wirtschaft. Für die Weiterführung dieser positiven Entwicklung ist die Verfügbarkeit von Betriebsflächen für Erweiterungsinvestitionen eine Grundvoraussetzung. Dies schafft neue Arbeitsplätze und generiert durch die am Standort getätigten Investitionen wichtige Impulse für die Binnenwirtschaft.“

Dr. Joachim Heinzl ist seit 2010 Geschäftsführer der Wirtschaftsstandort Vorarlberg Betriebsansiedlungs GmbH (WISTO).  Dort war er bereits seit 2004 als Innovations- und Technologieberater beschäftigt. Vor seiner Tätigkeit bei der WISTO war er Geschäftsführer der Fachhochschule Vorarlberg Forschung GmbH in Dornbirn.

DI Gerald Mathis

“Aktive Bodenpolitik und professionelles Flächenmanagement sind für Gemeinden und Regionen ein Gebot der Stunde. Wir müssen es als integrativen Bestandteil der Gemeinde- und Regionalpolitik erkennen. Gemeinden und Regionen müssen sich aktiv am Bodenmarkt beteiligen, um den Rohstoff für ihre langfristige Entwicklung sicherzustellen. Dazu gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen, Instrumente und Standards. Hier liegt auch ein hohes Maß an politischer Verantwortung.” 

Gerald Mathis ist Geschäftsführer des ISK Institut für Standort-, Regional- und Kommunalentwicklung in Dornbirn. Er lehrt an der Fachhochschule Vorarlberg und ist Leiter des internationalen Hochschullehrganges für Standort- und Regionalmanagement. Gerald Mathis berät auf internationaler Ebene Länder, Regionen und Kommunen zu Fragen der Standort-, Wirtschafts-, Regional- und Kommunalentwicklung und ist Autor zahlreicher Fachpublikationen.

DI Sabina Danczul

“Das Rheintal funktioniert wie eine Stadt – dafür braucht eine professionelle, stadtadäquate Planungs- und Verwaltungskultur. Kooperationen sind ein Weg, diese Kultur in den Gemeinden zu fördern und zu festigen.”

DI Sabina Danczul hat Landschaftsökologie und Landschaftsgestaltung mit Vertiefung Raumplanung an der Universität für Bodenkultur in Wien studiert. Nach Abschluss des Studiums wurde sie Ortsplanerin in Salzburg und dann Stadtplanerin in Hohenems. 2001 wechselte sie als Projektleiterin, später Produktmanagerin und Abteilungsleiterin in die Schweizer Industrie. Seit September 2014 hat sie die Projektleitung von Vision Rheintal inne.

Diskussionsteilnehmer

Dr. Manfred Hellrigl

„Wo es an kreativen Ideen oder an öffentlicher Akzeptanz mangelt, dort kann Beteiligung ein sinnvoller Weg sein. Denn eine moderne, pluralistische Gesellschaft verlässt sich besser nicht allein auf staatliche Einrichtungen und/oder private Unternehmen, wenn es um die nachhaltige Sicherung von Lebensqualität und Gemeinwohl geht, sondern erkennt die wachsende Bedeutung der Zivilgesellschaft und macht diese zur Teilhaberin. “

Dr. Manfred Hellrigl studierte Politikwissenschaft, Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg, kam 1991 zum Umweltinstitut des Landes Vorarlberg. Von 1992 bis 1999 leitete er den Umweltinformationsdienst Vorarlberg und seit 1999 ist er Leiter des Büros für Zukunftsfragen der Vorarlberger Landesregierung. 

DI Jörg Zimmermann

„Bürgerbeteiligung ist aus modernen Planungsprozessen nicht mehr wegzudenken. Jedoch müssen Zeitpunkt und Form gut überlegt sein.“

Der Verkehrsplaner DI Jörg Zimmermann ist seit 2008 in der Abteilung Allgemeine Wirtschaftsangelegenheiten im Amt der Vorarlberger Landesregierung tätig.

Mag. Sabine Volgger

“Beteiligung ist Arbeit und heißt, verschiedene Sichtweisen artikulieren, hören, austauschen und sich davon bewegen lassen. Klare Verfahren und Formate der Beteiligung helfen dabei. Konsens ist ein Ziel, aber nicht immer möglich.”

Die studierte Rechtswissenschaftlerin Mag. Sabine Volgger war von 2001 bis 2014 bei SVWP, Geschäftsführende Gesellschafterin und Leiterin des Standortes Innsbruck, bevor sie im Mai 2014 als Gesellschafterin die Leitung des Geschäftsfeldes Prozessgestaltung bei wikopreventk übernahm. Zudem lehrt sie am MCI, der BOKU Wien und der Universität Wien.

Mag. Karl-Heinz Rüdisser

„Ein Lebensraum ohne Arbeitsplätze, Wertschöpfung und somit letztlich Wohlstand wird schnell zur Wüste. Ebenso kann Wirtschaft nur dort entstehen, wo Menschen gut und gerne leben und sich entwickeln können. Wirtschaft und Lebensraum sind somit immanente Bestandteile einer florierenden Gesellschaft.“

Mag. Karlheinz Rüdisser ist seit Dezember 2011 Landesstatthalter in der Vorarlberger Landesregierung. Sein Ressort umfasst aktuell: Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, Verkehrspolitik und Tourismus, Raumplanung, Baurecht und Gemeindeentwicklung, Wohnbauförderung, Straßenbau, Wirtschaftsrecht, Verkehrsrecht, Hochbau und Gebäudewirtschaft.

Dipl.-Ing. Hubert Rhomberg

„Vorarlberg ist ein hochattraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum, das ‚Vorzeigeländle‘ für unter anderem Energieeffizienz, E-Mobilität oder auch Holzbau. Diese Entwicklung wird sich sicher weiter fortsetzen. Wir müssen sie nur entsprechend unterstützen.“

Bmst. Dipl.-Ing. Hubert Rhomberg leitet in 4. Generation als Geschäftsführer der Rhomberg Holding GmbH die Geschicke der international tätigen und in Bregenz, Österreich, ansässigen Rhomberg Gruppe. Ergänzend ist er unter anderem seit 2016 Vize-Präsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg,

Ing. Rainer Siegele

„Für eine positive Zukunftsentwicklung in Vorarlberg wird es von höchster Bedeutung sein, ob wir eine Entmaterialisierung unseres Lebensstiles schaffen. Der Umgang mit begrenzenden Ressourcen wie Grund und Boden oder Energie wird genauso wichtig sein, wie Themen der Ausbildung, der Migration und des sozialen Umgangs.“

Ing. Rainer Siegele ist seit 23 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Mäder, seit 21 Jahren Obmann des Umweltverbandes und seit 2017 Sprecher der Initiative “vau hoch drei” (Gemeinwohlorientierte Raumentwicklung Vorarlberg).

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